Gestalttherapie
Gründer: Fritz Perls
Die Gestalttherapie hat ihre zentrale historische Grundlage in der Psychoanalyse Freuds.
Sie hat somit eine tiefenpsychologische Grundlage und geht von unbewussten Prozessen als
Grundlage psychischer Probleme aus.
Ausser der Psychoanalyse haben u.a. auch Phänomenologie und Gestaltpsychologie zur Entwicklung des Verfahrens beigetragen.
Das Arbeiten von Perls, Hefferline, Goodman u.A. bildet das Fundament der Gestalttherapie.
Zentraler Begriff in der Gestalttherapie ist "Gestalt".
Der Begriff kommt aus der Gestaltpsychologie und Perls hat ihn auf die Psychotherapie übertragen
Wie der Prozess der Gestaltbildung in der Wahrnehmung, wo sich die Gestalt als Einheit vor einem Hintergrund im Vordergrund
formiert, tritt auch im psychischen Gestaltbildungsprozess das wichtigste Bedürfnis in den Vordergrund. Es erzeugt dort aufgrund seiner nicht-abgeschlossenheit, wie
z.b. ein "Kreis", der aus einer strichlierten Linie besteht, also "genau genommen" kein Kreis ist und die nicht geschlossenen Teile der Linie
"dazuphantasiert" werden müssen, eine Spannung.
Es tritt also mit dem entstehenden Bedürfnis eine offene Gestalt in den Vordergrund, wird zur Figur, und
bleibt solange, bis sie geschlossen wird, also die Spannung gelöst wird.
Erst die abgeschlossene Gestalt kann wieder in den Hintergrund zurücktreten.
Dies bezeichnet man als die Fähigkeit des Organismus zur Selbstregulierung.
Wird dieser Gestaltbildungs und vor allem Lösungsprozess durch seelische Verletzungen gestört, bleiben die Gestalten offen,
und drängen fortwähren zu einer Lösung.
Das zentrale therapeutische Mittel der Gestalttherapie ist das "Gewahrwerden" (Awareness), welches dem Menschen die Möglichkeit
gibt, die offenen Gestalten bewußt zu schließen.
Mehr über meine Arbeit und mich als körperorientierter Psychotherapeut...