Methode Dynamische Gruppenpsychotherapie

Übersicht Dynamische Gruppenpsychotherapie

Dynamische Gruppenpsychotherapie

Dynamische Gruppenpsychotherapie

Ab den 50er Jahren wurde vom Wiener Psychiater Raoul SchindlerRaoul Schindler (* 11. März 1923 in Wien; † 15. Mai 2014) war ein österreichischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Psychiater mit den Arbeitsschwerpunkten Familientherapie, Gruppentherapie und Psychotherapie von Psychotikern. Er hat ein Interaktions-Grundmodell der gruppendynamischen Rangdynamik entwickelt. Man bezeichnet es als Rangdynamisches Positionsmodell (1957). In Österreich wird Schindlers gruppendynamisches Vorgehen in der Gruppentherapie als eigenständige psychotherapeutische Methode anerkannt. ein ganzheitliches Verfahren, entwickelt.

Kombination von Psychotherapie und Gruppendynamik

Dieses Verfahren kombiniert somit psychotherapeutische mit gruppendynamischen Methoden auf Grund tiefenpsychologischer und sozialpsychologischer Ansätze. Siehe auch …
Kurt LewinsKurt Tsadek Lewin (* 9. September 1890 in Mogilno, Provinz Posen; † 12. Februar 1947 in Newtonville, Massachusetts) gilt als einer der einflussreichsten Pioniere der Psychologie. Er ist einer der Begründer der modernen experimentellen Sozialpsychologie und gehört, zusammen mit Max Wertheimer, Wolfgang Köhler und Kurt Koffka, zu den „großen Vier“ der Berliner Schule der Gestaltpsychologie. Sein Name ist weiterhin verbunden mit der „Feldtheorie in den Sozialwissenschaften“. Nach Lewin wurde das von ihm entwickelte 3-Phasen-Modell bezeichnet. Feldtheorie, seine Überlegungen und Forschung zur Gruppendynamik in Kleingruppen sowie Muzafer Sherifs Auseinandersetzung mit Gruppenqualitäten (Normen, Bezugssystemen) stellen wesentliche sozialpsychologische Wurzeln des Verfahrens dar. Schindler geht von der Annahme aus, dass Neurose nur im Zusammenhang gesellschaftlich kultureller Ordnung (Gruppe) – Individuum – Symptom verstehbar ist….

Die Gruppe als „Organismus“.

Das von Raoul Schindler maßgeblich geprägte theoretische Konzept interpretiert die Gruppe als dynamisches Organisationsgeschehen mehrerer Personen. Dieses bildet gegenüber einem gemeinsamen Anderen eine Ganzheit. Somit zeigt sich eine Analogie zum Organisationsbemühen des Ich, das seine leiblichen und seelischen Elemente (Organe) gegenüber einer Umwelt zu einer Person integriert. Das geschieht durch Abgrenzung (Individuation) und Rollenbildung, die nach den Gesetzen der Rangdynamik und der Funktionalität erfolgen und deren Wirken drückt sich in authentischem Handeln aus.

Dabei nutzt die Dynamische Gruppenpsychotherapie „die Gruppe als eigenes Therapieinstrument. Sie geht davon aus, dass die Gruppe mit ihren vielfältigen Angeboten zur Übertragung und Rollengestaltung im aktuellen Beziehungsgeflecht optimale Möglichkeiten bietet. Durch im Hier und Jetzt stattfindende Wiederinszenierungen der Konfliktdynamik der einzelnen Personen im Kräftefeld des Gruppenprozesses entwickelt sich in einer wechselseitigen Dynamik ein Prozess der psychosozialen Reifung“ Mehr dazu …