Neue Studie belegt Vorteil und Nützlichkeit langer Psychotherapien
Was viele Psychotherapeuten und Klienten tiefenpsychologisch orientierter Therapieverfahren schon lange "wissen" ist jetzt erneut durch eine Studie belegt worden.
Ein Autorenteam der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie (Universität Gießen) und dem Institut für Med. Psychologie (Universität Hamburg) haben im Journal of the American Medical Association besagte Studie veröffentlicht. Falk Leichsenring und Sven Rabung präsentieren das Ergebnis, wonach in bestimmten Fällen lange andauernde Psychotherapien besser wirken als Kurztherapien.
Ist ja auch klar, wenn man davon ausgeht, dass einer der zentralen "heilenden Faktoren" die Beziehung ist, und eine Beziehung, also die zwischen Therapeut und Klient, wachsen muss, braucht das schon einmal seine Zeit. Vom langwierigen Prozess des "Durcharbeitens" ganz zu schweigen.
Wenn man dann auch noch die neueren Erkenntnisse der Gehirnforschung mit einbezieht, dass eingefahrene Verschaltungen abgebaut, und andere aufgebaut werden müssen, und dies nur im Kontext bedeutungsvoller und intensiver emotinaler Erlebnisse geschieht ist das Ergebnis dieser Studie keine große Überraschung.
Für die kranken Kassen wird es eine weitere unangenehme Wahrheit sein ...
Nähere Info: Die Zeit - Online: Länger Sitzen für die Seele
Freitag, 23. Januar 2009
Psychotherapie braucht seine Zeit
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