Der berühmteste Name, der mit dieser Stadt verbunden ist, ist aber der der Jungfrau von Orleans, Jean d'arc oder Joan of Arc, obwohl die Stadt ihren Namen eigentlich dem römischen Kaiser Aurelian verdankt, der die Stadt eigentlich gründete. Davor war sie natürlich eine Keltensiedlung des Stammes der Karnuten, genannt Cenabum.
Orleans war im 100jährigen Krieg die letzte Bastion der Franzosen gegen die Engländer und wurde am 8.5.1429 unter der Führung von Jean d'arc von der Belagerung durch die Engländer befreit.
Wir begaben uns also in diese geschichtsträchtige Stadt und unser Ausgangspunkt war die
Cathédrale Ste-Croix (Heiligkreuzkathedrale)
Rund um 1278 an der Stelle einer Kirche aus dem 10. Jhdt. gebaut, hat sie eine bewegte Geschichte die häufige Zerstörungen mit sich brachte, auch weil sie im hundertjährigen Krieg ein Zentrum der Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich war. Jeanne d’Arc wurden einige Fenster der Kathedrale gewidmet.
Es wird nicht nur jeden 7. und 8. Mai ein Fest zur Erinnerung an die Befreiung durch die Jungfrau gefeiert, sondern zahlreiche Schauplätze lassen Jean d'Arc nicht in Vergessenheit geraten. So auch das
Maison de Jeanne d'Arc
Es wurde nach den Bombardements 1940 detailgetreu wiederaufgebaut
Hier hat Jeanne d´Arc 1429 gelebt. Ich persönlich fand allerdings einen Besuch des darinnen befindlichen Museums für entbehrlich.
Sehr angenehm und schön ist die
Place du Martroi
der Platz im Mittelpunkt der Altstadt mit einem Reiterstandbild von Jeanne d’Arc (1855).Mir persönlich hat aber am besten das
Hotel Groslot
gefallen, obwohl das Wort Hotel für uns missverständlich ist, da dieses Gebäude keine kommerzielle Massenherberge darstellt, sondern das jetzige Rathaus, ein Renaissance-Bau, der Mitte des 16. Jh. erbaut und im 19. Jh. erweitert wurde.
An der Vorderseite befindet sich eine Freitreppe mit einer Statue der betenden Jeanne d'Arc davor, welche von Marie d'Orleans, der Tochter des Königs Louis-Philippe gestaltet wurde.
An der hinteren Seite, Im Garten des einstigen Bischofssitzes ist es richtig idyllisch, dort finden sich auch
Reste der alten gallo-römischen Festungsmauer
und die Fasade der spätgotischen Kapelle St-Jaques (15. Jhdt.).
Das Hotel Groslot hat oftmals Frankreichs Könige beherbergt, so verstarb hier auch 1560 Francois II, als er hier mit seiner Kindbraut Maria Stuart am Generalstab teilnehmen wollte. Er hinterließ, ohne Thronfolger das Land im Bürgerkrieg zwischen den Guisen und den Bourbonen.
Siehe dazu auch: Mittelalter Genealogie - Franz der II
Wir zogen allerdings weiter nach Cour-Cheverny um dort Quartier zu nehmen für unser erstes Loireschloß Chambord

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