Eine liebevolle Umgebung in den ersten Lebensjahren ist für die emotionale Entwicklung eines Menschen entscheidend.
ORF ON Science - Immunsystem: Frühkindlicher Stress hat Spätfolgen
Wie man schon in der Gehirnforschung (Gerald Hüther) weiß und was Tiefenpsychologen schon lange vertraut ist, findet seine Ergänzung jetzt auch in der Erforschung der körperlichen Auswirkungen früher Defizite.
(Siehe dazu auch die Artikel zur frühen Prägung und zur Kindheitsentwicklung auf meiner Homepage
Die Studie "Early childhood stress is associated with elevated antibody levels to herpe simplex virus type 1" von Elizabeth A.Shirtcliff et al. ist in der aktuellen Ausgabe der "Proceedings of the National Academy of Sciences" (26. Jänner 2009, DOI: 10.1073/pnas.0806660106) erschienen.
Zitat: ORF ON Science - Immunsystem: Frühkindlicher Stress hat Spätfolgen
Diese Studie befasst sich vor allem mit den körperlichen Auswirkungen der frühen Lebensbedingungen. Denn wie auch die Gehirnentwicklung besonders sensibel auf die Einflüsse der ersten Tage und Wochen/Monate anspricht, tut dies auch das Immunsystem. Auch die Immunzellen sind nicht "Von Anfang an" "fertig" sondern deren Entwicklung und Entwicklungsrichtungen, wird sozusagen organismisch "erlernt/trainiert" und dabei orientiern sie sich an den Bedingungen, die sie vorfinden. Der Organismus richtet sich dann praktisch auf "seine Welt" ein und hat die Tendenz, sich anhand dieser Erfahrungen weiter zu entwickeln.
Für besagte Studie wurde die Immunreaktion auf den Herpes Simplex Virus Typ 1 (HSV-1) herangezogen.
Jugendliche mit schlechteren Startbedingungen reagieren via Immunsystem, als stünden sie stärker oder andauernder unter Stress.
Auch andere Studien zeigen, dass eine "ungemütliche" frühkindliche Umgebung vermehrt zu Erkrankungen (z.b. Atemwege oder Verdauungstrakts) führen kann.
Dies zu "reparieren" ist schwer, aber möglich ...

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