Aber da diese Dinge auch noch von Zeitungen transportiert werden, werde ich sie hier trotzdem kommentieren, allerdings soweit es geht Suchmaschinenunfreundlich.
Ich lese doch tatsächlich im Kurier (Österreichische Tageszeitung) den Satz eines Gerichtspsychiaters:
Wir kommen böse auf die Welt
...und weiter darf sich der Kerl in einem großen Medium auskotzen:
"Ich selbst glaube, wir kommen als Böse zur Welt und werden kultiviert. Man sagt das nicht gern, aber ein Kind hat viele bösartige Anteile. Kinder sind oft brutal, sie lernen dann, angepasst zu sein."
Ja ist denn das zu fassen. ??!!
Abgesehen davon, dass diese "Weisheiten" ja schon lange von Psychologie und Gehirnforschung als absurd widerlegt wurden. (Siehe z.b Gerald Hüther u.a. "Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn") wird solcher Unsinn auch noch medial transportiert.
Wenn ich das Interview so lese, meine ich zu erkennen, dass die Gedankengänge dieses Herrn recht simpel, ja fallweise naiv anmuten, er es aber im Grunde nicht "böse" meint. Sein Schluss, dem "Bösen" die Liebe entgegen zu setzen ist ja auch durchaus zu unterschreiben. Das solches aber von einer Zeitung mit dieser Headline und mit dem Tenor "Das ganz normale Böse" transportiert wird ist schon gruselig.
Es gibt, und das überrascht mich ja nicht wirklich, offenbar immer noch Kräfte, die der schwarzen Pädagogik zum Durchbruch verhelfen wollen.
Da sei Alice Miller vor.
In diesem Sinne grüße ich alle GUTEN Kinder, denn andere gibt es "von Natur aus" sowieso nicht.
(Und damit ist nicht das GUTE im Sinne von BRAV gemeint.)
ME

LustaufLeben












Der Verbal-Index bei "***deleted***" wie diesem Gerichtspsychiater kann gar nicht niedrig genug sein und kurze Frage: "ist der Name bekannt? bzw. wo ist der link???"
Man kann sich ja wirklich nicht um alle "Monster" kümmern – aber ab und zu sollte man das. Miller hatte mir mal folgendes geschrieben: "Sie haben recht, es wird sich nichts ändern, wenn die Fachleute, die Hirnforscher, Vorträge vor ihren Kollegen halten, aber die breite Öffentlichkeit nichts darüber erfährt, wie die Kinder unter dem hochgeachteten Vorwand der Erziehung in den ersten 4 Jahren zu Monstern oder/und Schwachköpfen zugerichtet werden. Es ist gut, dass Sie sich darum kümmern wollen..." usw.
Man beachte – Monster UND Schwachköpfe - und nachweislich wird dieser Gerichtspsychiater einen "neuronalen Dachschaden" haben, weil anders lassen sich seine Monsterzeilen nicht erklären. Vermute er ist der Bruder von Winterhoff
Hinweis. Mein Job ist Communication und ich muss nicht einmal mein Fachwissen hier zum besten geben, weil es reicht wenn man Otto Kernberg zitiert:"«Durch seine konkretistische Denkweise braucht der Borderliner klar definierte Aussagen, die keine andere Deutung zulassen.» Ich tipp auf Diagnose 295.5 im obigen "Fall" - mit fehlender Krankheitseinsicht - und da kommt man nun mal nicht herum "Deutsch" zu reden, so dass der Patient weiss was vor sich geht!
OK - für Interessierte ein paar Neuro-Vids:
Die Commercials mit link zum Original:
http://www.youtube.com/watch?v=EOp4s1PXQGs
http://www.youtube.com/watch?v=GAAOWN-x0e0
Original 1 Stunde:
http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=57669334
liebe grüsse wolfgang
Danke für den Artikel.
lg Michael
So einfach ist das. Der vorsitzende Richter fragt den des neunfachen Mordes an Kindern beschuldigten Nazi-Psychiater Heinrich Gross, ob er die Ausführungen seines Kollegen verstanden habe, der ihn begutachtet hat. Darauf Gross "Ich höre, aber ich verstehe es nicht." Kurz darauf ist der Prozess zu Ende: Auf unbestimmte Zeit vertagt.
Dabei hatte Psychiater Reinhard Haller, der den Psychiater Gross begutachtete, zwar eine fortschreitende Demenz festgestellt. Aber die Frage nach der Verhandlungsfähigkeit sei keine medizinische, sondern eine des Gerichts, sagte Haller. Und das Gericht entschied, dass nach 55 Jahren des Zuwartens weiter vertagt werden soll. Die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer des "Spiegelgrunds", des heutigen psychiatrischen Krankenhauses Baumgartner Höhe, können wohl diesem Satz zustimmen: Sie hören, aber sie verstehen nicht.
Nach nur 30 Minuten Verhandlungsdauer hat der Mordprozess gegen den früheren NS-Arzt Heinrich Gross am Dienstag, den 21. März 2000, im Wiener Landesgericht ein vorläufiges Ende gefunden, das anbetracht des Alters des Angeklagten und der Umstände ("fortschreitende Demenz") wohl auch ein endgültiges sein wird. Der Schwursenat unter dem Vorsitz von Richter Karlheinz Seewald vertagte das Verfahren auf unbestimmte Zeit. Grund dafür sei die Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten. Gross soll in einem halben Jahr erneut auf seine Verhandlungsfähigkeit untersucht werden.
Zuvor hatte der psychiatrische Gerichtsgutachter Primar Dr. Reinhard Haller eine "fortgeschrittene vaskuläre" Demenz festgestellt. Gleichzeitig hatte Haller jedoch auch erklärt, dass Gross dem Verfahren sehr wohl folgen könne, im Ausmass von jeweils fünf bis zehn Minuten. Über die Verhandlungsfähigkeit zu Entscheiden sei Sache des Gerichts und nicht der Medizin, sagte Haller.